Office

Was bringen uns die neuen Excel-Versionen?

Mit der Einführung von Excel 2010 hat sich ja eine Menge gegenüber der Version Excel 2007 und gar Excel 2003 getan.

So können wir das Menüband anpassen und Addins können direkt über das Developer-Menü konfiguriert werden.

Zusätzliche Symbolsätze und Datenbalken bei der bedingten Formatierung und die Möglichkeiten auf Werte und Bezüge in anderen Arbeitsblättern zuzugreifen sind ebenso enthaltenviele kleineBedienhilfen und Bearbeitungsfunktionen (Screenshot-Werkzeug, modifiziertes „Inhalte einfügen“. Tabellen mit Autofilter und fixierten Spaltenüberschriften, uvm.)

Auch bei den Pivottabellen wurde einiges neus eingeführt. Hier seien die „Datenschnitte“, mit der sich Pivottabellen kinderleicht und benutzerfreundlich filtern lassen genauso genannt wie das Freitextsuchfeld beim Autofilter.

Das Solver-Add-In bekommt eine verbesserte Oberfläche mit neuen Funktionen (damit lassen sich Was-wäre-wenn-Analysen erstellen)

Doch was passierte danach? Was ist in den Versionen „Excel 2013″ und „Excel 2016″ neu?

Neues in Excel 2013

Hier hat sich in Sachen Bedienkomfort und Funktionalität im Vergleich zur Version 2010 allerhand getan.

Oberfläche

Die komplette Optik ist jetzt an Windows 8 angepasst. Schnörkellos und schlicht.
Jede Arbeitsmappe wird in einem eigenen Fenster dargestellt. Was manche Anwender als unübersichtlich empfinden, ist ein Riesen-Vorteil, wenn man mit mehreren Bildschirmen arbeitet. Bisher musste man dazu mehrere Excel-Instanzen öffnen, was beim Datenaustausch zwischen zwei Instanzen zu starken Einschränkungen geführt hat.

Bearbeitungsfunktionen

Blitzvorschau: Dieses fast magische Feature begeistert mich immer wieder. Excel füllt automatisch eine Spalte mit den passenden Werten auf der Basis von ein paar eingegebenen Beispielen. Ziemlich genial zum Beispiel, wenn man Adressen aufteilen möchte, die in einer einzelnen Zelle eingegeben wurden.

Diagramme

Hier gibt Excel aufgrund der markierten Daten Empfehlungen für geeignete Diagramme ab.
Live-Vorschau: Bei der Diagramm-Auswahl wird immer gleich eine Live-Vorschau mit den mit den Echt-Daten angezeigt.
Ist ein Diagramm erstellt, lässt sich dieses über drei neue Schaltflächen mit wenigen Klicks optimieren. Damit können z.B. ohne Umwege Diagrammelemente ein- oder ausgeblendet werden (Titel, Beschriftungen etc.) oder die Formate geändert werden.

Pivot-Tabellen

Auch hier unterstützt Excel bei der Erstellung mit empfohlenen Pivot-Tabellen. Wer also unschlüssig ist, wie er seine Daten am besten auswerten soll, kann sich hier inspirieren lassen.
Ein echtes Highlight sind die neuen Datenmodelle: Damit lassen sich mehrere Quelltabellen in einer einzigen Pivot-Tabelle auswerten. Dazu können wie in relationalen Datenbanken Beziehungen zwischen mehreren Tabellen hergestellt werden.
Mit den Zeitachsen wurde noch eine sehr komfortable Filtermöglichkeit für Pivot-Tabellen geschaffen. Datumswerte können über einen Zeitstrahl gefiltert werden.

Datenanalyse

Mit den in Excel 2010 für Pivot-Tabellen eingeführten Datenschnitte lassen sich jetzt auch formatierten Tabellen filtern. Eine Pivot-Tabelle ist also nicht nötig.
Schnellanalyse: Damit kann man mit maximal 2 Schritten die Daten einer markierten Tabelle auswerten. Durch Diagramme, bedingte Formatierung, Sparklines oder über eine formatierte Tabelle. Und dazu gibt es immer gleich eine Live-Vorschau. Super praktisch!

Tabellenfunktionen

Zu den in Excel 2010 vorhandenen Tabellenfunktionen sind allerhand wirklich nützliche dazugekommen. Beispielhaft seien genannt:

  • ISOWEEKNUM() – ISOKALENDERWOCHE()
  • ISFORMULA() – ISTFORMEL()
  • FORMULATEXT() – FORMELTEXT()
  • DAYS() – TAGE()
  • IFNA() – WENNNV()
    und noch mehr als 40 weitere.

Wir gehen also davon aus, dass die Neuerungen von Excel 2013 auch in der neusten Version Excel 2016 enthalten sind.

Neues in Excel 2016

Die Schwerpunkte liegen hier bei den Diagrammen und in der Datenanalyse.

Diagramme

Es sind 6(!) neue Diagrammtypen dazugekommen:

  • Treemap
  • Sunburst
  • Histogramm
  • Kastengrafik
  • Wasserfall
  • Trichterdiagramm
Pivot-Tabellen

Es gibt eine Suchfunktion in der Feldliste. Vor allem, wenn man in einem Datenmodell mehrere Tabellen mit vielen Feldern eingebunden hat, kann das sehr nützlich sein
Auch echt praktisch: Die automatische Gruppierung von Datumsfeldern. Wird ein Datumsfeld in der Pivot-Tabelle verwendet, legt Excel gleich Gruppen für Jahr, Monat und/oder Tage an.

Datenanalyse

In Excel 2010 und 2013 musste Power Query noch über ein Add-In nachgerüstet werden. Seit Excel 2016 ist dieses Tool voll in Excel im Daten-Menü integriert („Abrufen und Transformieren“).
Dazu gibt es noch einige neue Datenquellen, um direkt auf externen Daten zugreifen zu können
Eine ganz neue Funktion ist das sogenannte Prognoseblatt. Damit können mit praktisch nur einem Klick aus einer markierten Tabelle Forecast-Diagramme erstellt werden
Und schließlich wurde noch Power-Map, welches vormals ebenfalls nur über ein Add-In verfügbar war, als sogenannte 3D-Karten integriert. Damit lassen sich Daten sehr eindrucksvoll auf dreidimensionalen (Land-)Karten präsentieren.

Tabellenfunktionen

Hier ist nicht sehr viel passiert, ein paar praktische Funktionen sind aber trotzdem dazugekommen (insbesondere in der Office-365-Variante), wie z.B.

  • MAXIFS() – MAXWENNS()
  • MINIFS() – MINWENNS()
  • IFS() – WENNS()
  • CONCAT() – TEXTKETTE()
  • TEXTJOIN() – TEXTVERKETTEN()